Spaltaxt Test

Hersteller Testsieger Fiskars Gränsfors Gardena
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Stielmaterial Kunststoff Hickory-Holz Kunststoff
Kopfgewicht 1830g 2000g 2300g
Gewicht 2600g 2400g 2800g
Stiellänge 97 cm (Gesamtlänge!) 70 cm  70 cm
Zubehör Klingenschutz Klingenschutz -
Preis bei Amazon EUR 58,26 EUR 118,82 EUR 39,94
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Super Video wie man effektiv Holz spaltet

Testsieger Fiskas

Diese Axt gibt es in gleich 5 verschiedenen Größen, von S bis hin zu XXL, womit für jeden etwas dabei sein sollte. Dabei ist das S-Modell weniger eine ausgewachsene Spaltaxt, als ein Beil.

Die XXL Version hingegen ist mit besonders langem Stiel selbst für schwerste Spaltarbeiten über 30cm Durchmesser geeignet.

Wie ihr in der Tabelle oben seht, macht der Kopf, also die Schneide, einen Großteil des Gewichts aus. Im Zusammenspiel mit dem langen Stiel sollte sich also eine ordentliche Spaltleistung ergeben.

Die Fiskars Axt wird nicht mit Holz, sondern mit einem Kunststoffgriff ausgeliefert. Dies wird oft als Nachteil angesehen. Doch wie von Fiskars gewohnt, haben sie damit eine sehr gute Leistung abgeliefert. Im Gegensatz zu „Billigprodukten“ mit Kunststoffgriff, liegt diese Axt perfekt in der Hand. Allerdings muss leider gesagt werden, dass Fehler nicht so verzeiht werden, wie bei Äxten mit Holzgriff, wie ein Kunde berichtet.

Die Klinge ist praktischerweise beschichtet – und zwar mit einer Antihaftbeschichtung. Der Vorteil liegt auf der Hand: Jeder der schon einmal Holz gehackt hat, kennt das Problem, wenn die Axt im Holz stecken bleibt. Mit dieser Beschichtung wird dieses Problem zumindest verringert. Abgesehen davon wird natürlich auch die Reinigung um ein Vielfaches erleichtert, denn Harz und Schmutz lassen sich viel leichter entfernen.

Wie für einen Premium Hersteller wie Fiskars üblich, hat die Axt neben einem Transportschutz für die Klinge natürlich auch einen ergonomisch geformten Griff, welcher Anti-Rutsch Beschichtung ausgestattet ist, um Abrutschen vom Griff zu verhindern, was angesichts der Länge des Griffs durchaus sinnvoll ist.

Auch praktisch: benutzt ihr wie vorgesehen den Transportschutz für die Klinge (der so ganz nebenbei bemerkt absolut essenziell für Lebenszeit der Klinge sowie eure eigene Sicherheit ist), könnt ihr die Axt auch aufhängen. Damit lässt sie sich perfekt und platzsparend lagern.

Fazit
Oben genanntes ist wichtig, wichtiger sind jedoch Kundenmeinungen und Tests, damit man weiß was man kauft.

Zur Spaltarbeit lässt sich kurz und knapp sagen: Hervorragend. Es gibt kaum eine Kundenmeinung, die sich über die Spaltung auch nur in irgendeiner Form beschweren.

Manch eine Bewertung trübt das Wasser leider durch eine Händlerbewertung anstatt einer Produktbewertung, dennoch erreicht die Axt bei sehr vielen abgegebenen Bewertungen fast die volle Punktezahl bei Kunden.

Mit einer Axt von Fiskars kann man nichts falsch machen. Der finnische Hersteller ist in Kreisen bekannt und hochgeschätzt für hochwertige Äxte. Dazu gehören auch diese Modelle, egal welche Größe ihr bevorzugt. Aus diesem Grund geht der Sieg ohne Überraschung an dieses Modell – verdient!

Gränsfors Große Spaltaxt

Gränsfors ist, wie auch Fiskars, ein Premiumhersteller von Äxten. Entsprechend hoch sind auch bei dieser Axt die Erwartungen.

Die große Spaltaxt von Gränsfors hat ein Gewicht von 2,3 kg (wobei der Schneidkopf alleine 2kg schwer ist) und ist damit eine schwere Axt. Der Stiel ist mit 70cm auch sehr lange. Die Kombination von schwerer Schneide und langem Stiel sollte sie zu einer sehr guten Axt zum Holzhacken machen.

Die quasi gleiche Axt gibt es übrigens auch in einer noch größeren Ausführung, nämlich mit einem Gewicht von 2,4 kg und einer Länge von 80cm. Direkt darauf beziehen werde ich mich in diesem Test nicht, allerdings könnt ihr davon ausgehen, dass die größere Axt genauso gut ist, wie die mit 70cm.

Die Gränsfors hat einen Stil aus Holz, und zwar nicht nur aus irgendeinem Holz, sondern aus Hickoryholz. Dieses Holz ist besonders beliebt, da es besonders belastbar, hart und langlebig ist. Das Holz ist zwar teurer, seinen Preis aber definitiv wert. Und für einen Premiumhersteller die erste Wahl, wenn es um Holzstiele geht.

Der schwedische Hersteller hat bei seiner Axt wieder einmal eine extrem gute Leistung geleistet, was sich auch an den Bewertungen wiederspiegelt.

Bei sehr vielen Bewertungen erreicht die Axt praktisch die volle Punktzahl in verschiedenen Verkaufsportalen.

Die Bewertungen sind dementsprechend durchgehend positiv, besonders hervorgehoben wird die Leichtigkeit, mit der sich Holz mit dieser Axt spalten lässt, sowie der Verarbeitungsqualität.

Achtet bitte nur darauf, das Holz der Axt zu pflegen, denn im Gegensatz zu Kunststoff, braucht Holz etwas pflege. Dafür habt ihr aber sehr lange Zeit Freude damit.

Gardena 8719-20 2800 S/1600 S

Auf meinem dritten Platz und nur geringfügig hinter den ersten zwei Plätzen liegt die Gardena 8719-20 Spaltaxt.

Auch diese Axt gibt es, wie auch alle anderen, in verschiedenen Größen. Je nachdem wieviel Holz ihr zu spalten habt, könnt ihr die kürzere oder die längere Version kaufen. Länger für mehr Holz, kürzer für weniger. Natürlich kommt es auch auf die eigenen Vorlieben sowie die Körpergröße, Gewicht etc an.

Die größere Axt bringt insgesamt 2,8 kg auf die Waage, wovon 2,3 kg auf den Kopf gehen. Sie ist damit auch eine schwere Axt, wie es sich für Spaltäxte gehört.

Sie hat, im Gegensatz zu meinem Platz 2, keinen Holz- sondern einen Kunststoffstiel. Ob sich dieser für euch in Ordnung anfühlt, muss wie immer jeder selber für sich entscheiden.

Die Schneide ist, wie es sich für eine solche Axt gehört, beschichtet. Der Stiel ist mit einem Schlagschutz und einer gummierten Grifffläche ausgerüstet.

Ob einem der blaue Look gefällt ist natürlich Ansichtssache – mir gefällt er sehr gut, vor allem, weil er zum Rest der Gartengeräte passt, sollte man mehr von Gardena haben.

Die Axt ist sehr beliebt unter den Kunden, sie überzeugt durchgehend durch gute Spaltleistung, gute Griffigkeit, sowie eine schöne Optik.

Darüber hinaus bietet Gardena 10 Jahre Garantie auf ihre Axt (nicht den Stiel). Wem dies nicht genug ist, der muss zb zur Gränsfors greifen, diese bieten 20 Jahre Garantie auf den Schneidkopf.

Was ist eine Spaltaxt

Eine Spaltaxt ist, wie der Name schon vermuten lässt, dazu gedacht, Holz zu spalten.

Die Klinge ist nicht so scharf wie die einer Fällaxt, sie ist breiter geschliffen, dafür aber auch weitaus langlebiger.

Sie muss auch nicht so scharf sein, denn um Holz zu spalten ist eine besonders scharfe Klinge gar nicht notwendig. Viel mehr wird das Holz auseinandergebrochen – also gespalten. Dies funktioniert auch mit einer weniger scharfen Klinge.

Dies funktioniert deshalb, weil die Klinge beim Holzspalten längs der Faser geführt wird, während beim Fällen quer zur Faser geschlagen wird. Im letzteren Fall müssen Fasern durchtrennt werden, beim Spalten nicht.

Grundsätzlich besteht die Axt aus zwei Teilen, dem Schaft und der Schneide, wobei sich beide Teile wiederum unterteilen lassen.

Der Schaft

Der Griff der Axt, auch Schaft oder Stiel genannt, ist für eine Axt sehr wichtig. In der Regel wird eine von zwei Materialien für den Schaft verwendet: Holz oder Kunststoff.

Beide Materialien haben natürlich Vor- und Nachteile:

  • Holzschaft: Der Klassiker. Früher waren alle Äxte mit einem Holzschaft ausgestattet. Dies hat sich allerdings im Laufe der Zeit geändert. Holz ist ein günstiges und sehr gut zu verarbeitendes Material.
    Durch seine hervorragenden Bearbeitungsmöglichkeiten, lässt sich der Stiel perfekt in Form bringen.
    Holz ist außerdem von Natur aus sehr griffig, was beim Hantieren mit einem potenziell gefährlichen Werkzeug natürlich von besonderer Bedeutung ist.
    Richtig behandelt ist Holz auch wetterbeständig und franst nicht aus, was die Gefahr des Splitterns und der Verletzung verringert.
  • Kunststoffschaft: Durch neue Materialien werden seit nicht allzu langer Zeit auch Kunststoffe eingesetzt. Der Vorteil liegt unter anderem in geringerem Gewicht des Stiels, einfacher Herstellung und unter Umständen günstigerem Preis.
    Auch fasert und splittert der Kunststoffschaft naturgemäß nicht.
    Ein Nachteil liegt allerdings in der meist nicht möglichen Trennung von Schaft und Schneide. Diese sind fest miteinander verbunden – bei Bruch des Stiels hilft meist nur der Neukauf.
    Dieser Nachteil ist aber auch gleichzeitig ein Vorteil – eine Trennung ist eben nicht möglich. Beim Holzschaft kann es durchaus passieren, dass sich während eines Schwungs die Schneide vom Schaft trennt. Dies kann hier nicht passieren.

Nun stellt sich die Frage, welchen Schaft soll man kaufen?

Darauf ist leider nicht so einfach eine Antwort zu geben, da es sehr viel mit den eigenen Vorlieben zusammenhängt.

Grundsätzlich gilt aber, dass der Kunststoffschaft etwas mehr „federt“ und man damit nicht so viel „Gefühl“ hat wie mit einem Holzgriff. Dies wird einem klar, wenn man einmal beide Griffe in der Hand halten konnte.

Am besten also in den nächsten Baumarkt um beide Typen mal in der Hand zu halten, man muss ja dann auch nicht sofort kaufen 🙂

Die Klinge

Die Klinge ist natürlich genauso wichtig wie der Schaft, denn sie soll immerhin das Holz im Endeffekt spalten.

Die unterschiedlichen Klingen unterscheiden sich grundsätzlich in Härte und Schärfe.

Nun darf nicht geglaubt werden: Umso härter eine Klinge ist, umso besser. Denn umso härter sie ist, umso spröder und unverzeihlicher wird sie auch. Ein kleiner Fehler und ein Teil der Klinge bricht aus. Zu weich und sie ist nach kurzer Zeit stumpf.

Damit hängt auch die Schärfe der Klinge zusammen. Umso steiler der Winkel mit der die Klinge geschliffen wird, umso schärfer ist sie. Je schärfer sie ist, umso schneller nutzt sie sich aber auch ab.

Hier ist in beiden Fällen etwas dem Hersteller zu vertrauen – diese testen die Klingen im Einsatz und wissen sehr gut, was für Materialien sie für ihre Klingen verwenden.

Das Gewicht

Hat man sich für Schaft und Klinge entschieden, ist das Gewicht natürlich auch von besonderer Bedeutung.

Hier müsst ihr für euch selbst entscheiden, wie schwer die Axt sein soll.

Je schwerer sie ist, umso kürzer werdet ihr sie führen können – immerhin muss sie permanent gehoben werden. Dennoch sollte sie natürlich nicht zu leicht sein. Abhängig vom Holz, müsst ihr einiges an Kraft aufwenden, um das Holz auch durchdringen zu können.

Solltet ihr sowieso nur sehr selten und wenig Holz hacken, ist es eine Überlegung wert, vielleicht ein Handbeil in Erwägung zu ziehen.